|
> Bücher
Eisenengel
Roman,
Mitteldeutscher Verlag Halle, 1998
Ina lebt in einer verlassenen Schule, unbekümmert,
frei, nur die tägliche Existenz sichernd. Zu der es zählt, in
eine andere Welt abzutauchen; sie mischt Alkohol, Tabletten, Rasierwasser...
Ina ist narkoman. So sind es nicht nur die grauen Augen, die sie an Achim,
dem Krankenpfleger, faszinieren. Er versorgt sie anfangs mit Tabletten,
hüllt sie in aufopferungsvolle Fürsorge ein, bindet sie stärker
an sich. Bis er einsieht, daß er Inas Ichbezogenheit nicht zu durchbrechen
vermag.
Mit klaren Sätzen zeichnet die Autorin ein
Milieu, das vielen fremd und unzugänglich ist. In fast filmischer
Schärfe, präzise und detailreich entwirft sie Lebensbilder,
die vom Jetzt und Hier, von Freiheit und Abhängigkeit erzählen.
|